23 August 2008

Rennbericht XTERRA Zittau


Vor einer Woche war ich in Zittau. Vorneweg gesagt: ich liebe XTERRA obwohl ich nicht dafür "gemacht" bin. Ich habe mich dieses Jahr etwas intensiver darauf vorbereitet, d.h. ich bin immerhin 1 Woche auf dem MTB gesessen und habe dafür trainiert, nicht viel, doch genug - wie ich dachte - bei gutem Wetter und Sicht war die Strecke auch genial, da sie etwas entschärft war, im Vergleich zum Vorjahr. Im trockenen Zustand war die Strecke für mich zu 98 % befahrbar.


Vortag:

Es regnet in Strömen! Vorteil: der warme See kühlt ab und es wird mit Neopren geschwommen, Nachteil: die Strecke weicht auf und v.a. die Abfahrten werden glitschig.


Renntag:

Es regnet nun seit über 24 H mehr oder weniger stark aber durckgehend. Normalerweise macht mir schlechtes Wetter nichts aus, im Gegenteil, ich finde es eigentlich ok. Aber beim MTB siehts etwas anders aus. Ich muss ohne Brille fahren und das ist reichlich blöd, da man die Abfahrten schwerer einschätzen kann.


Schwimmen:

Es geht ganz gut los, an der ersten Boje sehe ich, dass die Spitzengruppe mit Ronny Dietz und Maik Petzold schon weit weg sind, kein Wunder - aber in der erweiterten Verfolgergruppe bin ich wohl, ich habe (wieder) gute Beine gefunden, wo ich hinterher kann.


Rad:

vom See weg gehts im Prinzip nur bergan, ca. 30 - 35 min, am Schluß richtig Steil mit Schiebepassagen. Dass ich gut geschwommen bin, sehe, dass ein paar Cracks erst spät auf dem MTB kommen. Es geht besser als erwartet und auf dem Hochwald liege ich ca. auf dem 25. Platz. OK für mich. Dann die erste Abfahrt: das ist die gefährlichste Abfahrt - dachte ich - aber sie ging besser als erwartet, da man genau sah, wo das Wasser läuft, ist die beste Fahrrinne, wie ein paar Tschechen vorbeifuhren: einfach unglaublich, wie geht denn das??? Dann die Wiesen-Abfahrt: hier wurds schnell und gefählrich: bremsen sollte man wohl nicht, sonst droht ein Sturz, das schlimmste war gemeistert, aber ich dachte immer mein Rad sei kaputt, es lief nicht aber das lag am Dreck, den anderen ging es nicht besser. Jetzt noch rüber auf einen Zwischenberg dann noch mal ein schwerer Anstieg (konnte aber gefahren werden) mit noch schwerer Abfahrt: hier mußte ich leider schieben, aber ab 40 ist das legitim :-) und ich verlor nichts. Die Radstrecke ist genial, anstrengend, anspruchsvoll, fair... hat einfach alles....


Laufen:

der folgende Crosslauf war geprägt von Regen, Schlamm, Dreck, Stürzen.... bis auf ein paar kleine Erholpassagen wurde wirklich noch mal alles abverlangt bei Bergauf- und Bergabpassagen: auch Bergab: schwer zu laufen ich rutschen 2 - 3 x aus, da die Schuhe keinen Halt mehr fanden.


Trotz der schweren Bedingung hat es noch mal Spass gemacht, XTERRA wird wohl auch nächstes Jahr wieder auf dem Programm stehen, in jedem Fall Zittau, der Veranstalter tut wirklich alles und ist sehr sehr rührig, es macht viel Spass dort. Danke auch für die nette Unterbringung (wie letztes mal: mit Frischen Tomaten, Gurken und inkl. Kletterkurs für Robin und mich durch den Hausherrn und Lagerfeuer). Wo findet man so etwas im überzüchteten und kommerziellen Ironman-Zirkus noch? Ich hoffe der Veranstalter bleibt seiner familären Linie treu. Wir kommen auf jeden Fall wieder :-)

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